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Querschnittgelähmtensymposium 2013

25.04.2013

Symposium 2013 des Querschnittgelähmtenzentrums der BDH-Klinik Greifswald

Greifswald. Experten der BDH-Klinik Greifswald und des Querschnittgelähmtenzentrums Mecklenburg- Vorpommern boten vom 19. und 20. April in der Sporthalle des BerufsBildungsWerkes in Greifswald ein öffentliches Forum zum Themenkomplex der Querschnittlähmung.

Eine Querschnittlähmung stellt Betroffene und das gesamte Umfeld vor extreme Herausforderungen. Die stetige Verbesserung von körperlichen und psychischen Funktionen ist daher Ziel eines individuellen Therapieplanes. Allein in Deutschland erleiden jedes Jahr 1.500 bis 2.000 Menschen eine Querschnittlähmung. Etwa die Hälfte aller Fälle sind Folgen von Unfällen (spinales Trauma) mit Frakturen der Wirbelsäule. 65 Prozent der Betroffenen sind Männer. Die gesamte Rehabilitationskette zielt darauf ab, Patienten eine Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.

Hier gewinnen zunehmend Fragen der beruflichen Reha an Bedeutung, da soziale Integration von Menschen mit Handicap durch aktive Teilnahme am Erwerbsleben am ehesten gelinge, so Ilse Müller, Bundesvorsitzende des Klinikträger BDH Bundesverband Rehabilitation. Das Forum zeigte, dass neue Methoden bei Blasenlähmung, bei Problemen der Spastik, sogenannte „neuropathische“ Schmerzen oder Dekubitalulzera entwickelt und erfolgreich im klinischen Alltag implementiert werden. Im Mittelpunkt der Fachvorträge und „Sprechstunden“ am Rande der Veranstaltung standen Fragen zur initialen Akutbehandlung, zur Frührehabilitation und zur lebenslangen Nachsorge. Wirbelsäulenchirurgen und Neurologen warfen Fragen zur therapeutischen und beruflichen Rehabilitation auf und standen in vertiefenden, persönlichen Gesprächen in kleinen „Sprechstunden“ Rede und Antwort. Das diesjährige Symposium fällt mit dem 15-jährigen Jubiläum der BDH-Klinik Greifswald zusammen. Als erste Einrichtung in Deutschland bietet die BDH-Klinik Greifswald seit August 2012 paraplegiologischen Patienten die Therapie mit einem Exoskelett für die persönliche Nutzung an. Ausgewiesene Referenten der Universitätskliniken Greifswald und Rostock sowie aus den Krankenhäusern der Maximalversorgung in Schwerin und Neubrandenburg referieren über die neurochirurgischen sowie nicht operativen entscheidenden Behandlungsmaßnahmen gerade in der Frühphase von Erkrankungen, die mit Querschnittlähmungen einhergehen.

Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. T. Platz
Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. T. Platz
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
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BDH-Klinik Greifswald gGmbH • Karl-Liebknecht-Ring 26a • 17491 Greifswald • Tel. +49(0) 3834 / 871-0 • E-Mail