Neue Weaning-Station in der BDH-Klinik Greifswald eröffnet

16.06.2016

Universitätsmedizin und BDH-Klinik Greifswald planen einrichtungsübergreifendes Weaningzentrum

Nach langen Verhandlungen und Investitionen in Millionenhöhe wurde vor kurzem die neue Weaningstation in der BDH-Klinik Greifswald in Betrieb genommen. Gemeinsam mit dem Weaningzentrum der UMG soll hier ein bundesweit bisher einzigartiges einrichtungsübergreifendes Zentrum für Beatmungsmedizin entstehen, welches das Know How der Universitätsmedizin in der intensivmedizinischen Versorgung mit dem der BDH-Klinik Greifswald in der frührehabilitativen Versorgung kombiniert. „Dadurch erwarten wir eine nochmals deutliche Verbesserung unserer Ergebnisse bei der Behandlung unserer Beatmungspatienten“, sagt Prof. Dr. Ralf Ewert, Leiter des Weaningzentrums an der UMG und einer der Mitinitiatoren der Kooperation. Prof. Dr. Thomas Platz, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der BDH-Klinik Greifswald bekräftigt: „selbst in der kurzen Zeit und bei der bisher überschaubaren Anzahl an Patientinnen und Patienten sehen wir wie sehr diese profitieren.“

In 2015 investierte der BDH-Bundesverband Rehabilitation, Träger der BDH-Klinik Greifswald, knapp 2 Mio. Euro in die räumliche und medizintechnische Modernisierung einer Station. Diese wird nun in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten der Universitätsmedizin betrieben, wobei sich in guter Tradition der BDH-Klinik Greifswald auch die anderen Berufsgruppen wie Pflege und Therapie im Sinne der ganzheitlichen Versorgung der Patienten in das Projekt einbringen.

Weaning von neurologischen Patienten, also die Entwöhnung von der Beatmung, hat es in der BDH-Klinik schon immer gegeben. Durch die Kooperation mit den Internisten und Anästhesisten an der UMG ist es aber möglich geworden, ein deutlich breiteres Spektrum an Patienten aufzunehmen und zu versorgen.

Die BDH‐Klinik Greifswald, die im September 1998 eröffnet wurde, ist ein ausgewiesenes Schwerpunktzentrum zur Frührehabilitation und Rehabilitation schwerst schädelhirngeschädigter Patienten für die Region Vorpommern und querschnittgelähmter Patienten für die Region Mecklenburg ‐ Vorpommern. Das erweiterte Weaningangebot erstreckt sich auch auf die angrenzenden Bundesländer.

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

 
 
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